Skitourenausklang im Sellrain / Stubaier Alpen

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Fünf Skitourenbegeisterte der Sektion Passau reisten mit dem Tourenführer Hans Jehl am 22. März bei strahlendem Sonnenschein im Sellraintal an. Ziel an diesem Tag war der 2.420 m hohe Mittergrat.

Vom Parkplatz in Haggen (1.646 m) querten wir zunächst einen Bach und zogen darauf über Wiesen und einen lichten, sehr steilen Wald bergauf zur „Äußeren Hirscheben“. Das Ziel bereits vor Augen, strebten wir rechtshaltend über den steilen Gipfelhang dem Mittergrat entgegen.

Der Mittergrat, ein eher unbekannter Gipfel

Wir ziehen die erste Spur hinauf

Südseitig hat die Schneedecke bereits sehr unter der Frühlingssonne gelitten

Ziemlich gute Abfahrtsbedingungen…

…im steilen Gipfelhang

Nach einer kurzen Gipfelrast machten wir uns an die Abfahrt durch  Bruchharsch, Firn und Sulzschnee. Anschließend fuhren wir nach St. Sigmund( 1513m) und bezogen unser Quartier in einer gemütlichen Pension.

Unser gemütliches Quartier in St. Sigmund

Der nächste Tag begrüßte uns wieder mit wolkenlosem Himmel. Beste Voraussetzungen also für eine anspruchsvolle Tour mit 1300 Hm zur 2.947 m hohen Weitkarspitze. Ausgangspunkt war wieder ein Parkplatz in Haggen. Der Weg führte Richtung Süden leicht ansteigend entlang des Kraspesbaches.

Aufbruch zur Weitkarspitze (links der Bildmitte)

Eindrucksvolle Berge entlang unseres Aufstiegsweges. Am llinken Bildrand unser Ziel

Lange folgen wir dem vielbegangenen Weg zum Zwieselbacher Rosskogel, zweigen aber dann rechts ab

Bald erreichten wir die „erste Zwing“, eine schmale, vereiste Steilstufe, die nur mit Harscheisen gefahrlos zu bewältigen war. Danach ging  es weiter bis zum Talschluss, an dem wir in einem großen Bogen den Muggenbichl umrundeten und zur „zweiten Zwing“ aufstiegen. Nach dieser Stufe durchquerten wir ein weitläufiges Hochtal bis zum Gipfelaufbau.In zahlreichen Kehren stiegen wir auf bis zum Skidepot und legten die letzten Meter zum Gipfel zu Fuß zurück.

Die letzten Meter über den steilen Gipfelhang

Geschafft! Tolller Ausblick von der Weitkarspitze auf die Nördlichen Kalkalpen

Der Blick auf die umliegenden Berge war berauschend und trotz der Höhe genossen wir eine ausgiebige Rast bei angenehmen Temperaturen.

Die lange und spannende Abfahrt über teilweise sehr steile Hänge bot eine anspruchsvolle Auswahl ständig wechselnder  Schneeverhältnisse – aber nordseitig gab es sogar noch Pulverschnee! Wieder im Tal stärkten wir uns mit einem Imbiss in der gemütlichen Schärmer Alm.

Auch am dritten Tag strahlte wieder die Sonne vom tief blauen Himmel. Geplant war der Wetterkreuzkogel mit 2.587 m. Ca. 3 km nach dem Ortsende von Kühtai erreichten wir auf 1700 m den Wanderparkplatz „Alte Klause am Issboden“. In vielen Kehren stiegen wir durch den dichten Wald aufwärts und erreichten nach ca. einer halben Stunde freies Gelände mit lichtem Zirbenbestand. Über die Obere Issalm (1929m) und das Wörgetal zogen wir weiter zu den Oberen Böden.

3. Tourentag: Wunderbarer Aufstieg durch lichte Zirbenwälder

Unser letztes Tourenziel (rechts der Bildmitte): Das Wetterkreuz

Nach einigen Kehren im Gipfelhang erreichten wir die Kuppe des Wetterkreuzkogels. Das Gipfelkreuz steht auf einem vorgelagerten Felsen und bietet ein grandioses Panorama von den Ötztaler über die Lechtaler und Mieminger Berge.

 

Herrlicher Aussichtsberg über dem Ötztal

Die Ötztaler Alpen

Nach der Brotzeit in einer windstillen Senke genossen wir die traumhafte Abfahrt durch Pulverschnee und Firn.

Das Sellraintal ist von Skitourengehern ziemlich überlaufen – besonders an Schönwetter-Wochenenden. Trotzdem waren wir Dank Hans‘ Tourenplanung immer zu den wenig frequentierten Gipfeln unterwegs. Glücklich blicken wir zurück auf drei ereignisreiche Tage mit herrlichem Wetter und grandiosen Touren.

 

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