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Alternative Hörndlwand für die Tegernseer Berge

Im Jahresprogramm 2015 war für das Wochenende 12./13. September eine Wanderung in die Tegernseer Berge mit Besteigung der Halserspitze (1862 m) und Übernachtung auf der Gufferthütte (1475 m) eingeplant. Trotz frühzeitiger Anmeldung war auf der Gufferthütte leider nichts mehr frei, doch da sich bereits mehrere Interessenten gemeldet hatten, hat Tourenführer Max Pauli als Alternative eine Tageswanderung auf die Hörndlwand (1684 m) in den Chiemgauer Bergen für Sonntag, 13. September angeboten.
Die Hörndlwand und der gleich nebenan aufragende Gurnwandkopf (1691 m) erreichen nicht ganz 1700 Meter, aber bereits beim Zustieg und vor allem beim Gipfelaufstieg geht es schon recht alpin zu. Bei Kletterern ist die Hörndlwand recht beliebt, an der steilen Ostwand des Massivs gibt es mehrere Kletterrouten in den oberen Schwierigkeitsgraden. Außerdem sind Hörndlwand und Gurnwandkopf hervorragende Aussichtsberge.
16 Bergfreunde hatten sich zu dieser Tour angemeldet. So ist also die Gruppe bei herrlichem Wanderwetter vom Weitsee bei Ruhpolding aus gestartet. Gemütlich und mit wenig Steigung ging es zunächst im Tal des Wappbaches aufwärts. Bei der Abzweigung nach Osten wurde der Weg schon steiler. An einer Bergflanke, zwischen wild aufragenden Wänden, schlängelte sich anschließend der Bergpfad aufwärts.
Nach dieser steilen und etwas mühsamen Etappe erreichte die Gruppe den flacheren Bereich der früheren Almwiesen, die bereits einen schönen Blick auf den Zahmen und Wilden Kaiser boten. Beim Schlußanstieg zum felsigen Gipfelmassiv mussten ab und zu auch die Hände zu Hilfe genommen werden. Nach einem insgesamt dreistündigen Aufstieg waren die Bergfreunde beim Gipfelkreuz der Hörndlwand (1684 m) angelangt.
Auf der Hörndlwand
Bei einer ausgiebigen Gipfelbrotzeit konnte man an diesem klaren Frühherbsttag die umfassende Gipfelrundsicht genießen, die über die gesamten Chiemgauer Berge, den Loferer Steinbergen und den Zacken des Kaisers bis zu den den gletscherbedeckten Zentralalpen reichte.
Der zweite Gipfel des Bergrückens, der Gurnwandkopf (1691 m) wurde ebenfalls noch bestiegen, aber dann ging es an den Abstieg.
Am Gurnwandkopf
Am Gurnwandkopf
Vom Sattel zwischen Gurnwandkopf und Hörndlwand führte ein sehr steiler Bergpfad hinunter, der Trittsicherheit und viel Aufmerksamkeit verlangte. Erst ab der Hörndlalm (1435 m), einem Bergwachtstützpunkt, wurde der Weg etwas besser. Zum Schluß wanderte die Gruppe auf einem Forstweg hinunter zur bewirtschafteten Röthelmoosalm (886 m), auf der an diesem Sonntag viele Wanderer anzutreffen waren.
Die Röthelmoosalm
Die Röthelmoosalm
Gemütlich bei der Röthelmoosalm
Gemütlich bei der Röthelmoosalm
Die Versorgung der Gäste mit Getränken ist auf dieser Alm auf originelle Weise geregelt: In einem riesigen, hölzernen Wassergrand stehen die Tragl mit den verschiedensten Getränken und das zufließende Quellwasser sorgt für die Kühlung. Jeder Gast nimmt sich eine Flasche (oder auch mehrere) mit dem gewünschten Getränk heraus und bezahlt am Schluß bei der Bedienung.
Getränke auf der Röthelmoosalm
Nach dieser Einkehr wanderte die Gruppe auf einer Schotterstraße hinunter zum Parkplatz, der nach einer Stunde erreicht war. Damit endete ein erlebnisreicher Wandertag mit viel Sonnenschein und angenehmen Temperaturen, von dem alle Teilnehmer begeistert waren.

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