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Überschreitung der Hochalmspitze

Am Wochenende des 16. und 17. Septembers ging es für unsere Hochtourengruppe auf die Hochalmspitze, die mit ihren 3.360 Metern den höchsten Berg der Ankogelgruppe in den Hohen Tauern darstellt und auch als „Tauernkönigin“ bekannt ist. Der eine Teil der Gruppe machte sich bereits am Freitagmittag auf nach Kärnten und nutzte den Samstag für eine kurze Besichtigung des Winterleitengrates in Richtung Hochalmspitze.

Erste Gruppe im Aufstieg zum Winterleitengrat
Abseilen am Winterleitengrat

Der andere Teil der Gruppe reiste am Samstagmorgen mit etwas Verspätung – zuerst hatte eine Teilnehmerin verschlafen, dann gab es auch noch Blockabfertigung auf der Tauernautobahn – ins Maltatal. Bepackt mit einem Reindl voller Zimtschnecken, guter Laune und einer sonnigen Wetterprognose für den kommenden Tag ging es auch für uns vom Parkplatz unterhalb des Gößkarspeichers (1640 m) auf die Gießener Hütte (2215 m), wo wir uns schließlich mit den anderen trafen. Nach reichlich Kärntner Fleisch- und Kasnudeln sowie vollendeter Tourenbesprechung ging es noch in die Sauna, die wir ganz für uns alleine hatten. Saunieren auf über 2.000 Metern, da waren alle begeistert!

Start der zweiten Gruppe mit Zimtschnecken im Reindl
Giessener Hütte mit Hochalmspitze
Holzbeheizte Sauna und Whirlpool auf 2.215m Höhe
Kärntner Fleisch- und Kasnudeln

Entgegen der gewohnten Begehungsrichtung entschieden wir uns dafür, am Sonntagmorgen über den Rudolstätter Steig aufzusteigen und den Detmolder Grat im Abstieg zu begehen. Von der Gießener Hütte ging es über einen gut markierten Steig und Blockgelände zu einer teilweise versicherten steilen Wand unterhalb den „Steinernen Mandln“.

Im Aufstieg zu den Steinernen Mandln

Aufgrund des wenig vertrauenserweckenden Fixseils ging es zunächst in freier Kletterei und später über Klettersteigpassagen hinauf zum Südostgrat.

Wenig vertrauenserweckende Fixseile

Dieser bot uns einen atemberaubenden Blick auf den Winterleitengrat, dem wir in den nächsten Jahren unbedingt einen Besuch abstatten wollen. Immer dem Südostgrat folgend gelangten wir schließlich zum Gipfel. Das eine oder andere Foto durfte natürlich auch nicht fehlen, wobei sich einige Teilnehmer sehr dafür ins Zeug legten.

Freiklettern auf Reibung
Freies Klettern als Zustieg
Auf dem Rudolstädter Steig
Steinerne Mandln

 

Am Gipfel angekommen freuten wir uns über eine Pause mit reichlich Verpflegung, diverse Gipfelfotos und den genialen Aufstieg.

Hochtourenfeeling mit Hochalmkees
Auf der Hochalmspitze

Dementsprechend lange verweilten wir auch. Da uns aber noch ein sehr anspruchsvoller, langer Abstieg bevorstand, machten wir uns auf über den versicherten Detmolder Grat hinunter zum Schwarzenburger Steig. Der Detmolder Grat – einer der höchstgelegen Klettersteige Österreichs – führte uns luftig und beeindruckend meist direkt am Grat nach unten.

Im Abstieg durch Blockgelände
Blick in das wilde Seebachtal

Zurück auf der Gießener Hütte gab es für jeden Teilnehmer noch mindestens zwei Getränke, um uns für die letzte Etappe zurück zum Parkplatz zu stärken.

Erfreulicher Stau auf der Heimfahrt

 

Dort kamen wir wenig später mit einem Grinsen im Gesicht an und ließen den Tag noch bei einer leckeren Einkehr in Malta ausklingen, bevor es – leider wieder begleitet von Stau auf der Tauernautobahn – nach Passau zurückging.

Text: Lena Peindl

Fotos: Christoph Rother, Michael Meininger, Vitus Brandl, Sandra Isenburg, Lena Peindl, Lukas Wallisch und Kilian Mayerhofer