MTB-Tour rund um die Karwendelspitzen!

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Vier Bergradlerfreunde trafen sich am 26. und 27. August 2017 mit Tourenführer Hans Koloczek um diesen Tourenklassiker anzugehen. Gehandicapt durch den Urlauberstau am Ende der Garmischer Autobahn kamen Sie erst viel später los als geplant, dennoch schafften sie ihr  Tagesziel und erreichten rechtzeitig die als Stützpunkt gewählte Falkenhütte auf 1848 m.

Am nächsten Morgen rollte die Gruppe über den Riedboden mit seinen Buckelwiesen auf dem Radweg nach Scharnitz (994 m), wo sie ins viele Kilometer lange Karwendeltal einbogen.

Nach einiger Zeit war Tourenführer Hans mit dem Sitzkomfort auf seinem Rad nicht mehr so recht zufrieden und er musste erstaunt feststellen, dass das Gestänge seines Sattels gebrochen war. Nach gemeinsamer Beratung klemmten sie einen passenden Stein unter den Sattel um diesen zu stabilisieren. Dies wurde noch mit etwas Leukoplast gesichert, die Sitzprobe zeigte jedoch, dass Hans so keinesfalls noch zwei Tage fahren konnte. Ein weiterer kleinerer Stein unter die andere Seite des Sattels sorgte für „Symmetrie“ und schon stand der Tour nichts mehr im Wege.

Nach gut 20km und fast 900 Höhenmetern erreichten die Mountainbiker das auf 1775 m liegende Karwendelhaus. Die Pause dort war nötig, wegen der Zeitverluste durften die Radfreunde aber nicht trödeln und so waren sie bald wieder unterwegs hinunter zum kleinen Ahornboden auf rund 1400 m. Trotz beeindruckender Landschaft war auf dem grobschotterigen Karrenweg volle Konzentration nötig. Am idyllischen kleinen Ahornboden wich jäh die Begeisterung über die phantastische Landschaft, als sich ein Unwetter zusammenbraute. Die Radler stoppten noch kurz um den Regenschutz überzuziehen. Um  kraftsparend voranzukommen hat  die Gruppe auf dem nachfolgenden Trail einige Höhenmeter ca. 20 Minuten lang geschoben. Der nasse Untergrund  zehrte zusätzlich  an den bereits schwindenden Kräften. Schließlich erreichten alle wohlbehalten und gut gelaunt die proppenvolle Falkenhütte.Tags darauf beeindruckten die bis 800m hohen Laliderer Wände in denen Klettergeschichte geschrieben wurde. Unmittelbar unter diesen Wänden bewegten sich die Bergradler teils schiebend, teils fahrend Richtung Laliderer Alm (1529 m). Von dort ging es in einem kilometerlangen Abfahrtsrausch hinunter ins Rißtal. Immer wieder hielt die Gruppe an, um die Blicke in diesem außergewöhnlichen Tal zu genießen. Die Landschaft erinnert manchmal eher an eine romantische  Parklandschaft als an ein Gebirgstal.  Dann rollten die vier mühelos einige Kilometer talaus nach Hinterriß (928 m), wo sie eine bergaufführende Forststraße ansteuerten. Insgesamt sollten nun ca. 500 Höhemeter zur Vereiner Alm (1400 m) überwunden werde, sonnenausgesetzt und mit schweren Beinen vom Vortag auch nicht die leichteste Übung.

Auf der ursprünglichen Alm angekommen, war die Mühsal schnell vergessen und auf feinster Forstautobahn rauschte die Gruppe ins Tal, wo nach wenigen Kilometern der  Ausgangspunkt in Mittenwald erreicht wurde.

Die Teilnehmer waren sich einig, eine anstrengende aber wunderschöne Tour, die in für alle Mountainbiker sehr zu empfehlen ist.

Diese Tour wird im nächsten Jahr leider nicht stattfinden können, da die Falkenhütte aufgrund Sanierungsarbeiten geschlossen bleibt. Jedoch wird sicher ein mindestens gleichwertiger Ersatz  gefunden werden.

 

 

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