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4 Tage auf dem Stubaier Höhenweg, von Hütte zu Hütte

Titelbild: DAV-Bergwanderer auf der Mairspitze 2781 m am Stubaier Höhenweg

Der Stubaier Höhenweg ist ein rund 80 Kilometer langer, hochalpiner Rundwanderweg in den Stubaier Alpen in Tirol, einer der schönsten und aussichtsreichsten Höhenwege der Alpen.

 

Nachdem Hans Donaubauer, Wanderleiter der DAV Sektion Passau, bereits 2023 den ersten Abschnitt in 4 Tagen geführt hat, stand nun der nächste Teil auf dem Programm.

 

Einige der elf Teilnehmer waren auch beim ersten Mal dabei und freuten sich auf die Fortsetzung der Hüttenwanderung, in den Stubaier Alpen. Gemeinsam im Kleinbus angereist, startete die Gruppe in Falbeson mit dem Aufstieg zur Neuen Regensburger Hütte.

Stubaier Höhenweg - Ochsenalm

Der angekündigte Regen kam früher als erwartet, so waren die ersten 1000 Höhenmeter eine sehr nasse Angelegenheit.

Stubaier Höhenweg - Neue Regensburger Hütte

Auch die geplante Besteigung der Vorderen Plattenspitze fiel leider ins Wasser. Ein verlängerter Aufenthalt in der gemütlichen, zum Teil neu gebauten Hütte, entschädigte und erwärmte die Gemüter.

Stubaier Höhenweg - am Morgen

Der Wetterbericht kündigte für den zweiten Tag wechselhaftes, aber trockenes Wetter an. Voller Vorfreude starteten  die Bergwanderer die, mit neun Stunden längste Etappe der 4 Tage.

Stubaier Höhenweg - Aufstieg zum Gawagrubennieder

Zunächst zum Falbesoner See, dann vorbei an der beeindruckenden Nockwand und der Schafspitze galt es den sehr steilen  Aufstieg zum Gawagrubennieder zu meistern, mit 2700 m der höchste Punkt des Tages.

Stubaier Höhenweg - Gawagrubennieder

Der richtige Platz für die Mittagspause, mit herrlicher Aussicht ins Stubaital und auf zahlreiche Dreitausender.

Vorbei am grünlich schimmernden Mutterberger See, mit zwei kleinen Inseln, ging es bergab zur nächsten Übernachtungsstation, der Dresdner Hütte.

Stubaier Höhenweg - Mutterberger See

Mehr großes Haus als Hütte, aber sehr gemütlich. Sie liegt mitten im Skigebiet, unmittelbar neben der Mittelstation Fernau, der Eisgratbahn.

Stubaier Höhenweg - Dresdner Hütte

Ein herrlicher Morgen, mit strahlend blauem Himmel, lockte zum frühen Aufbruch. Hinaus aus dem doch recht verbauten Skigebiet, ging es steil hinauf auf das Peiljoch.

Stubaier Höhenweg - Auf das Peiljoch

Hier öffnete sich der Blick auf den beeindruckenden Sulzenauferner und den darunter liegenden Sulzenau See, gefüllt mit der typischen, grau-gelb gefärbten Gletschermilch.

Stubaier Höhenweg - Sulzenauferner und -see
Stubaier Höhenweg - Auf dem Moränenkamm

Vorbei an der Blauen Lacke führte der weitere Weg zur Sulzenauhütte, der DAV Sektion Leipzig.

Stubaier Höhenweg - Abstieg zur Blauen Lacke

Wunderbar gelegen, inmitten von Latschenfeldern, Bergwiesen und kristallklaren Bergseen. Ideal für eine ausgiebige Mittagsrast auf der sonnigen Terrasse.

Stubaier Höhenweg - Sulzenauhütte

Eine wichtige Stärkung, denn der Höhepunkt der Tagesetappe, stand nun bevor. Schweißtreibend schraubte sich der Weg, vorbei am Grünausee, hinauf auf die Mairspitze (2781 m).

Stubaier Höhenweg - Grünausee

Es hätte auch ein direkter Weg zur nächsten Hütte geführt, aber dieses herrliche Gipfelerlebnis musste unbedingt sein. Außerdem waren diese Höhenmeter ja in der Ausschreibung von täglich 1000 m enthalten.

Stubaier Höhenweg - Mairspitze (2781 m)

Nach spannendem Abstieg war die Nürnberger Hütte am Fuße des Wilden Freiger erreicht. Eine Hütte, die von jungen Leuten sehr gut bewirtschaftet wird.

Stubaier Höhenweg - Abstieg zur Nürnberger Hütte
Stubaier Höhenweg - Hüttenabend

Am letzten Tag ging es nur noch bergab, durch saftig grüne Almgebiete nach Ranalt und entlang der rauschenden Ruetz, welche das ganze Stubaital durchströmt, zum Ausgangspunkt nach Falbeson.

Stubaier Höhenweg - Abstieg nach Falbeson

Alle waren sich einig: Der Stubaier Höhenweg ist ein Juwel in der Alpinen Landschaft, mit anspruchsvollen Abschnitten, schwindelerregenden Tiefblicken und beeindruckender Gletscherlandschaft.

Bericht und Fotos: Hans Donaubauer

09.08.2026