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Alpiner Erste-Hilfe-Kurs für die Alpinguides aufm Dreisessel

So ein Alpinguide hat als Ehrenamtlicher schon einiges zu leisten. Jede Tour und jeder Kurs muss erfunden, gut geplant, von den Mitgliedern für gut befunden und gebucht werden und dann oft unter Abwägung von Wetter und oft unbekannter Gruppenzusammensetzung durchgeführt. Und wenn mal was passiert? Dann muss der Tourenführer das auch handeln können. Wann ist welche Maßnahme gefragt und sinnvoll, wie werden Wunden versorgt, Kreislaufprobleme, Unterzuckerung erkannt, wie wichtig ist die Ursache eines Sturzes für die weitere Behandlung, in welcher Reihenfolge wird ein Verletzter abgecheckt und wie sendet man einen Notruf, wenn man hochalpin unterwegs ist?
Natürlich sind die Alpinguides gut ausgebildet. Und alle 2-5 Jahre ist eine Fortbildung verpflichtend. Da gehört auch ein Erste-Hilfe-Kurs dazu. Und weil die Basics aus vielen Kursen bereits bekannt sind, kam diesmal der Umsetzung im Gelände ein großes Gewicht zu.

Der Verein „alpines Rettungswesen e. V.“ hat sich genau darauf spezialisiert. Und so konnten die 11 Passauer DAVler an zwei herrlichen Sonnentag im Dezember über der Wolkendecke auf dem Dreisessel alles geben.

Sturz nach Unterzuckerung, gebrochene Handgelenke, offener Schienbeinbruch, Schulterluxation, Asthmatiker… versorgen, verbringen und transportieren im Gelände, Abtransport zum Rettungswagen, einweisen Helikopter und natürlich die Klassiker, HLW mit und ohne Defi, Helmabnahme, stabile Seitenlage, HeimlichGriff. Darüber hinaus gabs viele Tipps zum Improvisieren, immer wieder den Hinweis auf die Wichtigkeit des Wärmeerhalts und einige Beispiele für die beste Grundausstattung.

Der DAV Passau investiert sehr gerne in die regelmäßige Ausbildung & Fortbildung der Tourenführer – zur Sicherheit für ihre Mitglieder und Teilnehmer, aber auch für die Ehrenamtlichen selbst.

Text, Fotos: Verena Pfefferkorn