Unsere Hochtourengruppe gehört ohne Zweifel zu den aktivsten und engagiertesten Alpinisten unserer Sektion – zumindest soweit wir von ihren Unternehmungen erfahren. Besonders Sigi Lindbüchl, Simon Leitl und Kone Pfoser haben im Sommer 2025 gezeigt, was echte Bergleidenschaft bedeutet.
Sigi hat uns von der diesjährigen Westalpentour erzählt – und allein beim Zuhören spürt man die Mischung aus Abenteuer, Kameradschaft und Ehrfurcht vor der Bergwelt. In nur fünf Tagen, vom 27. bis 31. Juli 2025, bestieg die Gruppe gemeinsam mit drei Freundinnen und einem weiteren Freund den Gran Paradiso und mehrere Viertausender auf der legendären Spaghetti-Runde im Monte-Rosa-Massiv.
Klangvolle Namen, die jedes Alpinistenherz höherschlagen lassen, füllen nun ihr Gipfelbuch: Gran Paradiso (4061 m), Vincent-Pyramide (4215 m), Balmenhorn (4167 m), Ludwigshöhe (4341 m), Parrotspitze (4443 m), Signalkuppe (4562 m) und Zumsteinspitze (4563 m).
Auch die Nächte waren Erlebnisse für sich: Übernachtet wurde in Hütten, die für viele nur Traumziele sind – in der Rifugio Vittorio Emanuele II (2735 m) am Weg zum Gran Paradiso, in der Gnifetti-Hütte (3625 m) und schließlich hoch oben auf der Margherita-Hütte (4556 m), dem höchstgelegenen Haus der Alpen.
Natürlich war diese Tour kein spontanes Abenteuer. Die Gruppe hatte sich sorgfältig und gezielt darauf vorbereitet. In den Wochen zuvor standen bereits der Großvenediger (3657 m), der Hohe Sonnblick (3106 m), der Hocharn (3254 m) und die Wildspitze (3768 m) auf dem Programm. Die solide Basis dafür legten sie in Hochtourenkursen – so, wie sie auch im Kursangebot unserer Sektion zu finden sind.
Und weil echte Bergleidenschaft keine Pause kennt, gönnte sich das Trio nach dem Westalpen-Marathon keine lange Rast: Schon kurz darauf zogen sie weiter zu weiteren Klassikern der Ostalpen – dem Großglockner (3798 m), sowie dem Similaun (3606 m) und der Finailspitze (3514 m) – zwei stolzen Gipfeln der Ötztaler Alpen.
Was bleibt, sind unvergessliche Erlebnisse, tiefe Freundschaften und das Gefühl, dem Himmel ein Stück näher gekommen zu sein – genau das, was Bergsteigen für uns alle so besonders macht.
Fotos: Sigi Lindbüchl
Auch noch eine zweite Seilschaft verschlug es kurze Zeit später in die Monte Rosa, siehe Bericht hier.
