Die Tour für die Sektion war im Sinne des Deutschen Alpenvereins als klimaschonende Tour geplant. Es wurden – wenn möglich – öffentliche Verkehrsmittel genutzt und – wenn nicht – Großraumtaxis. Das erfordert einen größeren Planungsaufwand, der sich aber lohnt.
Die Gruppe startete um 5:30 Uhr in Passau am Bahnhof und wechselte in Salzburg in den Bus zum Königssee. Nach der Schifffahrt nach St. Bartholomä ging es Bergauf zum Kärlingerhaus. Durch die am gleichen Tag stattfindende „Almer Wallfahrt“ von Maria Alm nach St. Bartholomä hatten wir viel Gegenverkehr und erreichten nach 1150 Höhenmetern Anstieg gegen 16 Uhr unser Tagesziel.
Am zweiten Tag ging es vorbei am Funtensee und dann übers Steinerne Meer zum Riemannhaus. Nach der Mittagsrast folgte der Abstieg nach Maria Alm mit anschließendem Transfer ins Käfertal am Großglockner und Anstieg zur Trauneralm. Der Tag war mit 850 Höhenmetern Anstieg und 1200 Höhenmetern Abstieg für alle gut zu gehen.
Am dritten Tag stiegen wir auf die Pfandlscharte. Durch den Schneemangel in diesem Winter gab es keine Probleme. Nach acht Kilometern und 1200 Höhenmetern Anstieg erreichten wir das Glocknerhaus. Es war die kürzeste Etappe.
Am nächsten Tag ging es über die Stockerscharte auf dem Wiener Höhenweg zur Mittagspause auf die Salmhütte, wo aufgrund des tollen Wetters entschieden wurde, die Route über die 2800 Meter hohe Pfortscharte zur Lucknerhütte zu nehmen. Nach knapp 6 Stunden Gehzeit hatten wir bei 900 Höhenmetern Auf – und Abstieg unser Ziel unter dem Großglockner erreicht.
Am nächsten Morgen brachte uns der Wandererbus zu unserem Startpunkt ins Defereggental. Vorbei am Wasserfall und entlang des Stallerbachs ging es rauf zum Villgrater Törl. Es folgte der Abstieg zur Unterstaller Alm wo uns nach der Kaffeepause der Bus zum Quartier nach Innervillgraten brachte. Wieder waren es an diesem Tag taffe 1100 Höhenmeter rauf und 850 Höhenmeter runter.
Nach einer kurzen Busfahrt nach Karlstein ging es in Richtung Toblacher Pfannhorn nach Südtirol. An der Grenze umgingen wir aufgrund der schlechten Sicht den Gipfel und nahmen den Bonner Höhenweg zur Bonner Hütte, die wir trocken erreichten. Nach einer regenbedingten Pause folgte der Abstieg nach Toblach.
Der Bus brachte uns im Anschluss ins Innerfeldtal zum Anstieg zur Dreischusterhütte. Beim Aufstieg zur Hütte war uns das Wetter wieder wohlgesonnen und wir konnten an diesem Tag erneut 1000 Höhenmeter im Auf- und Abstieg verzeichnen.
Der letzte Tag hatte es nochmal in sich. Wir sind um 7:30 Uhr zu unserer letzten Etappe gestartet, die fast 1000 Höhenmeter rauf und runter bedeutete, aber vorsichtig, denn nach den nächtlichen Unwettern waren die Wege rutschig. Sicher und super im Zeitplan erreichten die motivierten Teilnehmenden sodann das Tourenziel und genossen den Ausblick auf die Drei Zinnen. Auch ein paar Spuren des Ersten Weltkriegs konnten besichtigt werden.
Nach der Mittagspause ging es zum Abstieg ins Fischleintal, wo um 14:30 Uhr das Taxi auf uns wartete und uns nach Innichen zum Bahnhof brachte.
Gegen 22:45 Uhr waren wir nach vielen grandiosen Eindrücken wieder gut zurück in Passau.
Text und Fotos: Josef Putz
