Froh gelaunt startete am Samstag, 30. August, um 7 Uhr eine Gruppe Wanderinnen und Wanderer unter Leitung von Georg Kellermann im DAV-Bus zur Jubiläumstour in den Leoganger Steinbergen. Als erstes Ziel stand der Besuch der Lamprechtshöhle auf dem Plan. In etwas unter einer Stunde kann die sehr gut erschlossene und beeindruckende Schauhöhle durchwandert werden, eine klare Empfehlung und auf alle Fälle einen Besuch wert. Nach dem Besuch kehrte die Gruppe auf einen Kaffee im zugehörigen Gasthaus beim sehr freundlichen Wirt Emrah Sahin ein.

Anschließend fuhren die Wanderfreunde zum Parkplatz an der B 311 kurz vor Diesbach (auf der Nordseite der Leoganger Steinberge) und stiegen bei anfangs leichtem Regen über den Pfannsteig hoch zur Hochgrub-Jagdhütte und bei abklingendem Regen weiter Richtung Passauer Hütte. In der Hochgrub kreuzten erst Alpensalamander den Weg der Passauer, kurz darauf zeigten sich mehrere Gämsen und stellten sich den erfreuten Wanderinnen und Wanderern zur Schau.

Die Mankei (Murmeltiere) warnten sich zwar gegenseitig mit den bekannten Pfiffen, ließen sich jedoch nicht blicken. Bald war die Passauer Hütte (2051 m) erreicht und die von Hüttenwirt Michi freundlich empfangene Gruppe checkte im Zimmerlager „Birnbachloch“ ein. Nach bester Verköstigung klang mit kurzweiligen Gesprächen und Spielen der erste Tag der Tour gemütlich aus.

Gut ausgeschlafen und nach gutem Frühstück begann der wettertechnisch vielversprechende Sonntag. Um Abstand zu vorausgehenden Bergsteigern zu bekommen, wurde der Hochzint (2246 m) als Gipfel 1 „mitgenommen“, ohnehin ein sehr lohnendes Ziel mit wenig Aufwand.

Wieder zurück zum Aufstieg Richtung Birnhorn erreicht man schnell das eindrucksvolle Melkerloch, kein Gipfel, aber auf jeden Fall ein Höhepunkt. Durch das Melkerloch hindurch stiegen die Bergfexen über den Hofersteig abwechslungsreich, steil und ausgesetzt zum Birnhorn (2634 m), dem höchsten Gipfel der Leoganger Steinberge, auf. Trotz oder gerade wegen des tiefer liegenden Wolkenmeeres ein Erlebnis.




Nach kurzer Gipfelpause stieg die Gruppe über den versicherten Steig zur Kuchelnieder (2437 m) ab und folgte den Markierungen zum Kuchelhorn (2507 m), dem dritten Gipfel des Tages, mit herrlicher Rundumsicht. Zurück im Kuchelnieder folgte die fitte Truppe dem Abstieg über den versicherten alpinen Steig und weiter durch die Hochgrub zurück zur Passauer Hütte. Einige Teilnehmer ließen durchblicken, dass es ohne Kaiserschmarrn unmöglich wäre ins Tal abzusteigen; um im Zeitplan zu bleiben wurde der köstliche Kaiserschmarrn ca. 30 Minuten vor Erreichen der Passauer Hütte telefonisch vorbestellt, was wunderbar funktioniert hat. Danke noch an Michi und sein Team.







Michi empfahl den Abstieg über die Hainfeldscharte (1948 m) und weiter über den Lettlkaser zum Parkplatz Mitterbrand (auf der Südseite der Leoganger Steinberge) zu gehen. Der Steig wurde neu angelegt mit mehr Abstand zu den Mitterspitzen und zum Mitterhorn und somit sicherer vor Steinschlag. Eine klare Empfehlung! Toll, abwechslungsreich und gut markiert…. just zur Tour gar „frisch gestrichen“. So frisch, dass die Truppe gar den „Landstreicher“ auf frischer Tat ertappt hat: Hiermit danke an „Wiff“ vom ÖAV Leogang für seine Arbeit.



Den sehr einladend wirkenden Lettlkaser (1442 m) musste die Gruppe schweren Herzens passieren, weil das Wandertaxi bereits bestellt war.

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben! Von Mitterbrand abgeholt und nach Transfer zum Parkplatz bei Diesbach kehrten die Passauer nach zwei erlebnisreichen Tagen bereichert und begeistert zurück. Danke an die fitte Truppe!
Text: Georg Kellermann
Bilder: Georg Kellermann, Barbara Furlani
