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DAV Bergtour auf die Schönfeldspitze 2653 m

Die Schönfeldspitze ist mit 2653 m der zweithöchste Gipfel des Steinernen Meers in den Berchtesgadener Alpen. Der markante Berg mit einem speziellen Gipfelkreuz ist sehr bekannt und steht bei vielen Bergfreunden auf der Liste der Wunschziele weit oben. Darum war es nicht verwunderlich, dass die Sektionstour von Hans Donaubauer, Wanderleiter der Ortsgruppe Freyung, schnell ausgebucht war und eine lange Warteliste entstand. Mit einem 9-Sitzer Bus und einem PKW konnten 13 Teilnehmer die Fahrt nach Maria Alm antreten. Bereits der Zustieg zum Riemannhaus auf 2177 m forderte Schwindelfreiheit und sicheren Tritt. In 2,5 Stunden waren die 1000 Höhenmeter bis zur Hütte der Sektion Ingolstadt überwunden.

Riemannhaus mit Sommerstein 2306 m
Riemannhaus mit Schönfeldspitze

Bei bestem Bergwetter stand am Nachmittag noch das Breithorn (2504 m) auf dem Programm. Der Lohn für die weiteren 330 Höhenmeter war eine herrliche Aussicht auf das Pinzgau, die Hohen Tauern und über das Steinerne Meer bis zum Watzmann (2713 m) mit seinen sieben Kindern.

Breithorn
Am Breithorn
Blick vom Breithorn zum Großen Hundstod
Abend am Riemanhaus

Ein lustiger Abend mit guter Bergsteiger-Kost rundete den ersten Tag perfekt ab.

Ein frischer, klarer Morgen lockte die Bergfreunde früh aus dem Lager. Der Start um 7:30 Uhr war angebracht, denn die Tour auf die Schönfeldspitze sollte nicht auf dem kürzesten, sondern auf dem schönsten Weg durchgeführt werden. Rasch war der erste Gipfel, das Schönegg (2389 m) erreicht. Weiter ging es auf spannendem Grat zum Wurmkopf (2451 m).

Schönegg 2389 m

Der folgende Gipfelanstieg zur Schönfeldspitze hatte es in sich, Kletterstellen im 1. Schwierigkeitsgrad über schwindelerregendem Abgrund forderten Mut und absolute Konzentration.

Zwischen Schönegg und Wurmkopf 2451 m

Nach drei Stunden konnte das „außergewöhnlichste Gipfelkreuz der Alpen“, wie viele es bezeichnen, bestaunt werden. „Schmerzensmutter über einem Meer aus Stein“ 2020 neu geschaffen, nachdem das ursprüngliche Kunstwerk nach 50 Jahren durch einen Sommersturm zerstört worden war.

Schönfeldspitze 2653 m
Gipfelkreuz Schönfeldspitze

Wirklich außergewöhnlich und sehenswert –  das Gipfelkreuz und die atemberaubende Rundumsicht. Nach ausgiebiger Brotzeitpause konnte der herausfordernde Abstieg angegangen werden.

Abstieg von der Schönfeldspitze
Schönfeldspitze von der Buchauer Scharte gesehen

An der Buchauer Scharte (2208 m) war der schwierige Teil geschafft. In weitem Bogen ging es durch das Steinerne Meer zurück zum Riemannhaus. Mit dem Abstieg zum Parkplatz endete eine fordernde aber traumhaft schöne Bergtour.

Steinernes Meer mit Schönfeldspitze
Steinernes Meer mit Watzmann und Hochkalter
Steinernes Meer mit Watzmann und Hochkalter

Die Gesamtleistung der beiden Tage: 13 Stunden, 2200 Höhenmeter, 19 Kilometer.

Text und Bilder: Hans Donaubauer