
Anlässlich des 150-jährigen Bestehens der Sektion Passau des Deutschen Alpenvereins fand am Samstag, den 14. Juni, ein gemeinsamer Sektionsausflug ins Berchtesgadener Land statt. Bereits früh am Morgen – um 6:30 Uhr – startete die Gruppe mit dem Reisebus ab Passau in Richtung Alpen.
Nach rund zweieinhalb Stunden Fahrt wurde die erste Wandergruppe am Parkplatz Schwarzbachwacht abgesetzt. Unter der bewährten Führung von Georg Kellermann und Barbara Furlani ging es von dort aus auf aussichtsreichen Wegen hinauf zur Karspitz.
Die zweite Tour, die von Jonas Wagener (Naturschutzreferent) organisiert wurde, führte ins sogenannte „Tal der Bartgeier“ – das Klausbachtal im Nationalpark Berchtesgaden. Hier werden seit 2021 jährlich zwei junge Bartgeier ausgewildert. Zum Auftakt dieser Tour informierte Toni Wegscheider vom Landesbund für Vogelschutz (LBV Berchtesgadener Land) über das Projekt. Mit Fachwissen und Begeisterung gelang es ihm schnell, die Gruppe für den majestätischen Bartgeier zu faszinieren.

Auf dem weiteren Weg zur Bindalm begleitete Nationalpark-Ranger Josef Egger die Gruppe. An mehreren Stationen erzählte er viel Spannendes über den einzigen Nationalpark der deutschen Alpen.

Während die erste Gruppe während der Tour im Lattengebirges bei Musik auf der Mordaualm einkehrte, genossen die Wandernden im Klausbachtal selbstgemachten Kuchen und herzhafte Käsebrote auf der Bindalm. Bei bestem Wetter erlebten alle einen sonnigen Wandertag, bevor es gegen 17:00 Uhr wieder gemeinsam zurück nach Passau ging. Dabei erfreute sich auch der gut gefüllte Getränkekühlschrank im Bus großer Beliebtheit.
Der gemeinsame Ausflug bot nicht nur Naturerlebnisse und gute Gespräche, sondern auch die Gelegenheit, neue Kontakte innerhalb der Sektion zu knüpfen. Darüber hinaus überzeugte das nachhaltige Mobilitätskonzept, denn ein nahezu voll besetzter Reisebus verursacht pro Kopf ähnlich geringe Emissionen wie die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Der Ausflug war als Pilotprojekt gedacht, orientiert an den „Bergbussen“, die bereits in Regensburg oder München angeboten werden. Nach der Tour gab es positive Rückmeldungen dazu, das Wandern mit kurzen Inputs zu Flora und Fauna, zum Naturschutz oder zur Geschichte der Almwirtschaft zu verbinden. Die Planungen für eine Fortsetzung im nächsten Jahr sollen bald beginnen.
