Vom Grundlsee, dem Steirischen Meer, auf die Pühringer Hütte, dann auf den Elm 2128 m und am 2. Tag auf das Rotgschirr 2270 m. So lautete die Ausschreibung der schweren Bergtour von Hans Donaubauer.
Zwölf Berg-Begeisterte machten sich mit ihm im 9-Sitzer Leihbus und einem PKW auf den Weg ins Salzkammergut. Es galt bei der Anreise keine Zeit zu verlieren, da für beide Tage hohe Gewitterwahrscheinlichkeit vorhergesagt war. Bereits um 9:30 Uhr konnte die Tour bei sehr angenehmen 22 Grad und Sonnenschein in Gößl-Schachen am Ufer des wunderschönen Grundlsees auf 700 m gestartet werden. Auf schmalem Pfad ging es gleich steil aufwärts, bereits nach zwei Stunden war der Wald überwunden. Nun eröffnete sich ein weiter Ausblick über üppig blühende Wiesen der Gößler Alm 1586 m auf die beeindruckenden Felswände des Klammkogel.

Nach einer weiteren Stunde war auf 1500 Meter der vordere Lahngangsee erreicht, an dessen östlichem Ende eine gemütliche Mittagsrast eingelegt wurde. Ein ganz hartgesottener Teilnehmer wagte sich sogar ins sehr kühle Nass, um eine beachtliche Runde zu schwimmen. Alle anderen waren schon durchs Zuschauen „erfrischt“.


Weiter ging es auf einem steinigen Weg, in leichtem Auf und Ab, vorbei am hinteren Lahngangsee, dessen zauberhaftes Farbenspiel von hoch oben beeindruckte.


Bald war die Elmgrube mit dem Elmsee auf 1600 Meter erreicht.


Direkt oberhalb des Sees liegt die Pühringer Hütte auf 1638 Meter, betrieben von der Sektion Wels des ÖAV. Es handelt sich um eine Hütte der Kategorie I mit einfacher Ausstattung und ursprünglichem Charakter. Genau richtig für eine gemütliche Übernachtung.

Eigentlich war nur eine kurze Rast auf der Hütte geplant, um dann mit leichtem Gepäck den Elm mit 2128 Meter zu besteigen. Aber leider verdichteten sich die Wolken bereits bedrohlich und um 15:00 Uhr ging ein kräftiger Gewitterschauer nieder, der dann in Dauerregen überging. Der Tag war also gelaufen. Aber die erfahrenen Bergsteiger haben auch für lange Hütten-Nachmittage und -Abende einen großen Fundus an Geschichten und Abenteuern parat, so vergingen die Stunden wie im Flug. Immer in der Hoffnung, dass sich das Wetter bis zum Morgen bessert und die geplante Tour auf das Rotgschirr, das mit 2270 Meter imposant über der Hütte aufragt, möglich wird. Aber auch am Morgen regnete es noch kräftig. Es blieb keine andere Wahl – Regenzeug überziehen und wieder hinunter ins Tal. Aber auch solche Abstiege in ruhiger, fast schon meditativer Stimmung, können ganz reizvoll sein.

Nach dreieinhalb Stunden war der Parkplatz erreicht. Schnell waren die nassen Sachen gegen trockene getauscht. Die schöne Einkehr im Rostigen Anker, direkt am Grundlsee, rundete die leider zu kurze Bergtour gemütlich ab.
Die Heimfahrt durch das jetzt wieder sonnige Salzkammergut verlief unproblematisch. So waren alle bereits um 17:00 Uhr wieder zu Hause und konnten den unerwartet langen Abend genießen.
Text: Hans Donaubauer
Bilder: Hans Donaubauer und Teilnehmer
