Verbesserte Hochwasserwarnung in der Lamprechtshöhle

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Eine möglichst frühzeitige Warnung vor eintreffendem Hochwasser ist für den Betrieb der Schauhöhle unserer Lamprechtshöhle außerordentlich wichtig. Bei Hochwasser darf die Höhle nicht mehr betreten werden.

Eine Studentin der Universität Innsbruck hat im Rahmen ihrer Masterarbeit karsthydrologische Untersuchungen in der Lamprechtshöhle durchgeführt, die uns einen völlig neuen Blickwinkel auf die Wasserläufe in „unserer“ Höhle eröffnete. Dabei fand sie einen neuen Messpunkt, an dem Hochwasserereignisse deutlich früher zu erkennen sind, als mit der bisherigen Warnanlage. Dieser Messpunkt befindet sich in der sog. Walterhalle, die ca. 300 Meter hinter dem Eingang zum Forscherteil liegt.

Um diese Erkenntnis zu nutzen, hat ein Team von Höhlenforschern aus Passau und Franken unter der Leitung von Paul Salomon in der Walterhalle eine Pegelsonde montiert. In drei Tagen haben sie 360 Meter Kabel von der Pegelsonde bis zu einem Schaltschrank bei der Kanzlergrotte verlegt. Dazu mußten ca. 1000 Löcher für die Kabelschellen gebohrt werden, damit das Kabel hochwassersicher und soweit möglich unsichtbar verlegt werden konnte. Von dort wird das Signal über Glasfaser in die Schaltzentrale im Kassenhäuschen übertragen, wo der aktuelle Pegelstand in Echtzeit angezeigt, bei Bedarf ein Alarm ausgelöst und die Höhle geschlossen wird. Damit können auch unsere Höhlenführer durch einen Telefonanruf den aktuellen Wasserstand erfragen und somit eine Entscheidung über mögliche Führungen treffen.

Sobald die Anlage in Betrieb sein wird, erwarten wir mit Spannung die ersten Messergebnisse.

 

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