Bergwanderungen beim Spitzingsee

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Eine Wochenendtour in das Mangfallgebirge war im Programm der Alpenvereins-Ortsgruppe Freyung ausgeschrieben und acht Bergfreunde machten sich unter der Leitung des 1. Vorsitzenden Max Pauli auf den Weg in die Gegend um den Spitzingsee. In Fischbachau erwartete Juliane Riedl, eine gebürtige Waldkirchenerin und ortskundige Tourenführerin, die Gruppe. Ausgangspunkt für den dreistündigen Aufstieg auf den Breitenstein (1622 m) war der in Oberbayern weitum bekannte Wallfahrtsort Birkenstein (855 m).

Abmarsch in Birkenstein

Blick zum Wendelstein

Vorbei an der Kesselalm (1285 m) wanderte die Gruppe auf einem Bergweg aufwärts in den Sattel zwischen Breitenstein (1622 m) und Schweinsberg (1518 m). Von den Schneefällen der vorhergehenden Tage waren noch ausgedehnte Schneereste vorhanden. Diese machten den ziemlich steilen Anstieg zur Hubertushütte (1540 m) etwas mühsam, aber die anschließende letzte Passage zum Gipfel war dann wieder leichter zu bewältigen.

Der Gipfel des Breitenstein

An diesem ersten sonnigen Tag nach einer längeren Schlechtwetterperiode waren viele Bergfreunde zu dem aussichtsreichen Gipfel gewandert und haben die herrliche Rundsicht genossen. Der nahegelegene Wendelstein (1838 m) zog viele Blicke auf sich und nach Süden reichte der Blick bis in die Zentralalpen. Bild: Die Gruppe auf dem Breitenstein (1622 m).

Unsere Gruppe auf dem Breitenstein

Der Rückweg erfolgte über die noch kahlen Almflächen hinunter zur Bucheralm (1232 m). Zuletzt war noch ein Waldstück zu queren, dann war die Wandergruppe wieder am Ausgangspunkt Birkenstein (855m) angelangt. Natürlich durfte auch ein Besuch in der Wallfahrtskirche Birkenstein nicht fehlen und dann fuhren die Freyunger Bergfreunde weiter zum Spitzingsee. Übernachtet wurde auf der Albert-Link-Hütte (1053 m), am Südende des Sees gelegen.

Am zweiten Tourentag stand die Besteigung der Brecherspitze (1685 m) auf dem Programm. Ausgehend vom Spitzingsattel (1129 m) wählte die Tourenführerin den Südostgrat des Berges für den Aufstieg. Er ist schwieriger als der Normalweg, der über die Firstalm (1375 m) heraufführt. So ging es also über den Südostgrat durchgehend steil bergauf und ab und zu waren sogar leichte Kletterstellen zu überwinden. Diese Kammwanderung über 500 Höhenmeter bot aber immer wieder herrliche Ausblicke auf die Täler und Berge der Umgebung. Der Gipfel der Brecherspitze (1685 m) kann aber noch mit eine besonderen Attraktion aufwarten : Vom Gipfelkreuz aus blickt man auf drei nahegelegene Seen, nämlich den Spitzingsee, den Schliersee und den Tegernsee.

Auf der Brecherspitze, unten der Schliersee

Unsere Gruppe auf der Brecherspitze

Nach der obligatorischen Gipfelbrotzeit und einer ausgiebigen Rast ging es auf dem Normalweg zurück ins Tal. Durch eine Latschengasse erreichten die Wanderer noch eine ausgesetzte Felsschneide, die mit einem Stahlseil gesichert war, aber dann bestand der Abstieg nur mehr aus unschwierigem Gehgelände.

Rückblick auf die Brecherspitze

Bei der Oberen Firstalm (1375 m) wurde noch eingekehrt, dann führte eine Forststraße, die im Winter als rassige Schlittenabfahrt genutzt wird, recht steil hinunter zum Spitzingsattel, wo die Autos für die Heimfahrt geparkt waren.

Die erste Bergfahrt der Sommersaison 2019 war von idealem Wanderwetter und klarer Fernsicht begünstigt.

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