Bergwanderung zum Hinteren Sonnwendjoch am 14. Juli 2018

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Das Hintere Sonnwendjoch (1986 m) ist der höchste Gipfel des Mangfallgebirges und gilt als exzellenter Aussichtsberg. Hinzu kommt noch, dass die Bergsteiger vom Ursprungpass an der bayerisch-österreichischen Grenze auf einem schmalen Mautsträßchen bis zur Ackernalm auf 1330 Meter Höhe hinauffahren können und so die Gipfelaspiranten schon nach 650 Höhenmetern Aufstieg am Gipfelkreuz des Sonnwendjochs ankommen.

Tourenführer Max Pauli von der Freyunger Alpenvereinsortsgruppe hat für eine Tagestour diesen Berg ausgewählt und sich mit neun weiteren Bergfreunden auf den Weg gemacht.

Schon bei der Ankunft auf der Ackernalm konnte man festststellen, dass man sich in einem weitläufigen Almgebiet befindet. Über 300 Milchkühe weiden den Sommer über auf den steilen Hängen und eine Käserei auf der Ackernalm verarbeitet die anfallende Milch. So war es naheliegend, dass sich die Bergwanderer nach der Rückkehr vom Sonnwendjoch mit Käse, frisch von der Almkäserei eindeckten.

 

Zunächst stand aber erst einmal der Gipfelanstieg auf dem Programm. Eine halbe Stunde nach dem Start bei der Ackernalm waren die Gebäude der Steinkaseralm (1500 m) erreicht und hier zweigte von der Schotterstraße ein steiler Bergpfad ab. Weiter oben konnte noch einmal ein Teilstück einer Almstraße benützt werden, aber als bereits das Gipfelkreuz sichtbar wurde, begann der mühsame Schlussanstieg über einen steinigen und mit Stufen versehenen Bergpfad, der zeitweise durch schmale Latschengassen nach oben führte. Nach gut zwei Stunden Aufstieg war das Gipfelkreuz auf der felsigen Bergspitze erreicht.

Bei schönem Bergwetter und einer ausgiebigen Brotzeit genoss die Gruppe das einzigartige Panorama. Im Osten tat sich ein Blick auf die beiden Massive von Zahmen und Wildem Kaiser auf, verbunden durch das Stripsenjoch. Hinter den Almflächen der näheren Umgebung wurde im Süden die Bergkette des Rofan mit dem auffallenden Doppelgipfel des Guffert (2195 m) sichtbar und am Horizont leuchteten die Gletscher der Hohen Tauern und der Zillertaler Alpen. Nach Westen zu reichte der Blick bis zum Karwendel und zur Zugspitze (2962 m). In nördlicher Richtung ging der Blick weit hinaus bis zum Chiemsee (79,9 km²)  und davor ragten die Berge um die Rotwand (1884 m) und der imposante Klotz des Wendelsteins (1838 m) in den Himmel.

Der Abstieg erfolgte in Richtung Frommalm (1851 m), aber nachdem der direkte Abstieg zur Ackernalm gesperrt war, ging es nach einigen Kehren  auf der Schotterstraße wieder hinab zum Ausgangspunkt der Wanderung.

Auf der bewirtschafteten Ackernalm (1330 m) stärkte sich die Gruppe noch für die Heimfahrt. Weil die Autobahn wegen des Ferienbeginns in den nördlichen Bundesländern recht überlastet war, ging die Rückreise statt auf der Autobahn auf Landstraßen um Kufstein herum und über Reit im Winkl und Ruhpolding zurück in den Bayerischen Wald.

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