Klettern im Inntal-Klettergarten

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2016 erschien im Panico Alpinverlag der Kletterführer „Ostbayern“ von Christian Hartl. Darin ist im Abschnitt „Bayerischer Wald“ in der Rubrik: Region Passau auch der Inntal-Klettergarten beschrieben. Die dort aufgeführten Routen führen neben den in unsere Kletterregelung einbezogenen Felspartien am Wanderweg auch Abschnitte auf, die auf Grund der mit dem Landratsamt Passau als Untere Naturschutzbehörde getroffenen Vereinbarungen nicht betreten werden sollen. Der Autor des Kletterführers kritisiert, dass sich an vier (am Wegrand gelegenen) Felsen die Kletterer „gegenseitig auf den Füßen herumtrampeln, während der Rest vor sich hin gammelt. …Die restlichen Massive fristen aus unerklärlichen Gründen ein z.T. moosiges Schattendasein, dort stecken auch noch die Bohrhaken aus den 80ern(!)“ (Hartl, 2016, S. 436).

Eine Kontaktaufnahme des Autors mit unserer Sektion fand vor der Herausgabe des Führers nicht statt, denn hierbei wären dem Autor die in unserem Jahresprogrammheft 2012 erwähnte Kletterregelung mitgeteilt und erklärt worden.

Der Inntal-Klettergarten liegt im Landschaftsschutzgebiet „Vornbacher Enge“ und in der Naturwaldparzelle „Neuburger Wald“. Dieser Bereich der Innleite wird durch naturnahe totholz- und altholzreiche Laubwaldbestände geprägt und weist aus naturschutzfachlicher Sicht eine sehr hohe Wertigkeit auf. Die ca. 12ha große Naturwaldparzelle dient dem Aufbau eines niederbayernweiten Netzwerkes, das die Vielfalt der unterschiedlichen Wald-lebensräume wiederspiegelt. So sollen Lebensbereiche für seltene Pflanzen- und Tierarten dauerhaft gesichert werden. Insbesondere profitieren Spechte, Fledermäuse und Totholz bewohnende Käfer von den „Naturwäldern von morgen“.

Diese Zielsetzung sollte es uns wert sein, auf einige Kletterrouten an Felsen oberhalb des Wanderweges zu verzichten!

Weiterer Link: Inntal-Klettergarten

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