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Radtour an Wolfach und Vils am16.04.2016

In die niederbayerische Hügellandschaft um Aidenbach und Aldersbach führte eine Radtour, die Tourenführer Max Pauli für die Mitglieder der Alpenvereins-Ortsgruppe Freyung im Jahresprogramm ausgeschrieben hatte.

Eine Gruppe von 11 Radlern machte sich vom Parkplatz beim Flugplatz Vilshofen aus auf den Weg durch die Stadt in Richtung Zeitlarn. Dort begann der Wolfachtal-Radweg, der in diesem Bachtal weiter in Richtung Ortenburg verläuft. Zu diesem Ort hatte der Tourenführer noch eine geschichtliche Information für die Teilnehmer: DerGraf von Ortenburg ist im 16. Jahrhundert zum neuen lutherischen Glauben übergetreten und seine Untertanen folgtem ihm, mehr oder weniger freiwillig, bei diesem Schritt. So entstand inmitten eines katholischen Landstriches eine evangelisch-lutherische Enklave, die auch heute noch in Ortenburg und Umgebung besteht.

Für die Radlergruppe ging es über Parschalling weiter nach Sammarei. Dort machte maneine Brotzeitpause und besichtigte die bekannte Wallfahrtskirche.

 Radlergruppe_in-SammareiAltar_Wallfahrtskirche-Sammarei

Ursprung dieser Wallfahrt war eine kleine Holzkapelle und als die Pilger immer mehr wurden, baute man kurzerhand über die Holzkapelle die heutige imposante Wallfahrtskirche Sammarei. Hinter dem Hochaltar ist noch immer die kleine Holzkapelle mit den vielen Votivbildern an der Wand zu sehen.

Durch hügeliges Bauernland und kleine Dörfer fuhr die Gruppe auf dem „Apfelradweg“ in Richtung Aldersbach. Für die Apfelblüte, die diesen Weg bekannt gemacht hat,war es noch etwas zu früh, aber die vielen Mostbirnbäume entlang der Straße standen bereits in voller Blüte. Drei Stunden nach dem Start war Aldersbach erreicht. Dieser Ort mit der herrlichen Asamkirche und der bekannten Brauerei steht derzeit wegen der am 28. April 2016 beginnenden Bayerischen Landesausstellung „Bier in Bayern“ im Blickpunkt der Öffentlichkeit.

Asamkirche-Aldersbach

Zunächst stand für die Radlergruppe die Besichtigung des Kircheninneren auf dem Programm. Dazu hatte der Tourenführer noch einige Erläuterungen parat: Bereits bei der Gründung des Zisterzienserklosters Aldersbach wurde auch eine Klosterkirche erbaut. Nach mehrmaligem Umbau erhielt sie 1720 ihr heutiges Aussehen. Die berühmten Asambrüder Cosmas Damian (Maler) und Egid Quirin (Stuckateur) schufen den spätbarocken Innenraum mit seinen prachtvollen Fresken und Stuckarbeiten. Der Hochalter mit seinen gedrehten Säulen ist ein Werk des Passauer Künstlers J. M. Götz. Im Zuge der Säkularisation drohte der Kirche 1803 sogar der Abbruch und erst als sie 1806 zur Pfarrkirche von Aldersbach erhoben wurde, blieb dieses Juwel dauerhaft erhalten.

Besuchergruppe_Seiten-und_Hauptaltar

Die Besucher waren überwältigt von der Schönheit und Pracht dieser Kirche und natürlich durfte auch die Suche nach der berühmten Schwalbe im Kuppelfresko nicht fehlen. Sie wurde gefunden! Es heißt, wer sie nicht gefunden hat, habe Aldersbach nicht gesehen.

Orgelempore_Stuckarbeiten_Kirche-Aldersbach

Bei der anschließenden Einkehr im Bräustüberl ging es noch recht lustig zu, die mitgebrachte Brotzeit und das Aldersbacher Bier schmeckten vorzüglich.

Im_Aldersbacher-Bräustüberl

Die letzte Etappe des Rundweges war dann der Vilstalradweg entlang der Vils mit seinen vielen Altwässern und nach einer Gesamtstrecke von 50 Kilometern war wieder der Ausgangspunkt Vilshofen erreicht.

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