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Skitour im Paradies des Villgratental 18.-22.02.2015

Die Erholung beginnt schon mit der Anreise am Aschermittwoch. Wir starten erst zur Mittagszeit, das bedeutet ausschlafen, gemütlich frühstücken und nochmals in Ruhe die Ausrüstung überprüfen. Wir, das ist Hans Jehl mit fünf ambitionierten Tourengehern, starten im Donau-Nebelgrau, das sich immer mehr lichtet, je näher wir den Bergen kommen. Für den Rest der Reise und an den Tourentagen genießen wir meist strahlenden Sonnenschein.
Abends erreichen wir unser Ziel und beziehen unsere gemütlichen Ferienwohnungen auf einem Bauernhof am Hochberg (ca. 1700m, Foto 1) über Innervillgraten (1402m). An den Süd- und Westhängen ist kaum noch Schnee auszumachen aber das Tal bietet genügend Möglichkeiten für lohnende Touren. Beeindruckend sind die traditionellen Bergbauernhöfe an den steilen Hängen und die urigen Almhüttendörfer.

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Der Donnerstag begrüßt uns mit wolkenlosem Himmel und Sonne. So brechen wir nach einem ausgiebigen Frühstück zeitig auf, um den besten Zeitpunkt für eine Firnabfahrt nicht zu verpassen. Ausgangspunkt für die meisten Touren ist Kalkstein im Talschluss (1640m, Foto 2-3). Hier ist ausreichend Schnee und es tut sich ein Gebiet mit abwechslungsreichen Routen auf. Unser Ziel an diesem Tag ist das Gaishörndl (2615m).

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Da im Bayerischen Wald wegen Schneemangels die Trainingsmöglichkeiten eher begrenzt waren, kämpfen wir uns tapfer die ca. 1000 Höhenmeter aufwärts bis zum Gipfel, auf dem wir mit einem grandiosen Panorama belohnt werden (Foto 4-6 und Beitragsfoto). Der Blick schweift über die Dolomiten und Zillertaler Alpen bis zum Großglockner (3798m). Die Abfahrt bietet uns eine anspruchsvolle Auswahl verschiedener Schneearten: Von hart gefroren über Firn bis zu Bruchharsch. Am Schluss freuen wir uns, als wir den Ziehweg ins Tal erreichen.

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Am Freitag steht die Kreuzspitze (2624m) auf dem Programm, die wir stets von unserer Unterkunft aus im Blick haben. Wieder strahlt die Sonne von einem wolkenlosen Himmel, als wir in Kalkstein (1639m) starten. Der relativ gleichmäßige Anstieg eröffnet mit zunehmender Höhe berauschende Blicke auf sämtliche Dolomitengruppen im Süden und bis zu den Hohen Tauern im Norden (Foto 8-13) .

8Villgraten_8 (Copy)9Villgraten_7 (Copy)10Villgraten_9 (Copy)

11Villgraten_10 (Copy)12Villgraten_11 (Copy)13Villgraten_12 (Copy)Auf dem windstillen Gipfel genießen wir die Aussicht bei einer ausgiebigen Pause (Foto14). Über eine hart gefrorene Piste schwingen wir wieder ins Tal.

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Für Samstag ist Schnee angesagt. Umso erfreuter sind wir, als uns beim Aufstieg auf den Hochstein (2827m) ein Sonne-, Wolken Mix begleitet. Ausgangspunkt ist diesmal auf der anderen Talseite am Fürathof. Wie zu erwarten, tragen wir die Skier mindestens eine halbe Stunde lang (Foto 15). Vorbei an der Karmelisenalm (1973m) und am Roten Kinkele (2763m) ziehen wir bergauf (Foto 16-17).
15Villgraten_16 (Copy)16Villgraten_17 (Copy)17Villgraten_18 (Copy)Angesichts der wirklich schlechten Schneeverhältnisse und der kaum mehr vorhandenen Sicht erklären wir den Sattel zwischen Rotem Kinkele und Grumauer Berg zum Gipfel und rüsten zur Abfahrt (Foto 18). Die diffusen Lichtverhältnisse und der tückische Wechsel zwischen harten Platten und tiefem Bruchharsch bieten uns noch eine echte Herausforderung. „Gipfelrast“ machen wir zwischen urigen Almhütten auf der Kamelisenalm.

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Die Nacht von Samstag auf Sonntag beschert uns fünf cm Neuschnee und trübes Wetter, damit fällt uns der Abschied leichter. Dank Hans‘ perfekter Organisation und Betreuung blicken wir zurück auf unvergessliche Tourentage in einem wunderschönen, traditionellen und naturbelassenen Alpental.

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