Anspruchsvolle Wanderung auf das Sonntagshorn!

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Das Sonntagshorn, 1961 Meter hoch, ist der höchste Berg der Chiemgauer Alpen. Auf diesen aussichtsreichen Gipfel führte Tourenführer Max Pauli eine Gruppe von 14 Mitgliedern der Alpenvereins-Ortsgruppe Freyung und der DAV-Sektion Passau. Die Wanderung, die eigentlich am 01. Juli geplant war, aber wegen des Wetters verschoben werden musste wurde nun am 08. Juli nachgeholt.

Nach der Anfahrt über Bad Reichenhall und Unken im österreichischen Saalachtal ging es auf einer schmalen und kurvenreichen Straße hinauf in das fast tausend Meter hoch gelegene Heutal. Vom Parkplatz wanderte die Gruppe zunächst im Angertal leicht bergauf, der nachfolgende steinige Bergpfad führte dann schon steiler hinauf zu den Hochalmen. Auf diesem Geländeabsatz gibt es mehrere Almhütten und auf den weitläufigen Almflächen war bereits das Vieh aufgetrieben.

Oberhalb der Almen verläuft hier der Anstiegsweg zum Sonntagshorn in vielen Serpentinen über die breite Südabdachung des Gipfels. Nach zwei Stunden Aufstieg wurde das Wetter immer unbeständiger, ein leichter Regenschauer zwang die Wanderer, das Regenzeug auszupacken. Als der Gipfel nach dreistündigem Aufstieg und nach Bewältigung von tausend Höhenmetern erreicht war, hatte zwar der Regen aufgehört, aber um den Gipfel zogen noch immer Nebelschwaden, die die Sicht gelegentlich etwas einschränkten.

Während des Abstiegs vom Sonntagshorn kam aber immer mehr die Sonne zum Vorschein und als der 250 Meter niedrigere Nebengipfel Peitingköpfl (1720 m) mit seinem imposanten Gipfelkreuz erreicht war, herrschte wieder beständiger Sonnenschein.

Zu diesem Gipfelkreuz (Bild unten) gibt es eine etwas kuriose Geschichte, die der Tourenführer den Bergwanderern erzählte: Das Sonntagshorn gilt als der Hausberg der Gemeinde Unken und da sich auf dem Gipfel ein recht einfaches Kreuz befindet, stellten einige Leute aus Unken eines Tages ein wunderschönes Kreuz mit einem Edelweiß und einem Strahlenkranz auf. Der Gipfel des Sonntagshorn gehört allerdings den Bayerischen Saalforsten und diese waren mit der Aufstellung dieses neuen Kreuzes nicht einverstanden. Daraufhin wurde das neue Gipfelkreuz auf dem Sonntagshorn wieder abmontiert und auf dem österreichischen Peitingköpfl aufgestellt. Auf diese Weise kam dieser Nebengipfel zu einem weitaus prächtigeren Gipfelkreuz als der Hauptgipfel Sonntagshorn.

Von diesem Peitingköpfl mit seinem schönen Gipfelkreuz genossen die Tourenteilnehmer recht ausgiebig die herrliche Rundsicht auf die benachbarten Chiemgauer Berge und die Gipfel des Berchtesgadener Landes und der Loferer Steinberge.

Über die weiten Almflächen der Hochalm und vorbei an den vielen Almhütten wanderte die Gruppe dann talwärts. Und hier zeigte sich, dass auch der Weg nach unten anstrengend sein kann, wenn er sich – wie in diesem Fall – arg in die Länge zieht. So waren schließlich alle Teilnehmer froh, als sie wieder am Parkplatz angekommen waren. Die anschließende Einkehr im Heutaler Hof hatte sich die ganze Gruppe nach dieser Bergtour  redlich verdient.

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