Als Alternative auf den schönsten Chiemgauer Aussichtsberg!

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Durch die sehr(!) kurzfristige Absage für die lange im Vorfeld gebuchten Übernachtungsplätze und Information von den Wirtsleuten, dass bis auf weiteres die Übernachtung in der Vorderkaiserfeldenhütte nicht möglich ist,  entschieden die 13 angemeldeten Teilnehmer zusammen mit Tourenführer Max Pauli sich für eine Tagestour. In der derzeitigen Hochsaison war es vollkommen ausgeschlossen, ebensoso kurzfristig eine andere Übernachtungsmöglichkeit zu finden.

Die im Jahresprogramm 2017 des DAV-Ortsgruppe Freyung ausgeschriebene Wochenendtour im Gebiet des Zahmen Kaiser und Besteigung der 1997 Meter hohen Pyramidenspitze musste dem Tagesziel „Hochgern“ weichen.

So startete also die Gruppe vom Wanderparkplatz Marquartstein zu einer Rundtour in die Chiemgauer Berge mit dem Hochgern (1774 m) als Gipfelziel. Durch bewaldete Berghänge ging es erst einmal 500 Höhenmeter hinauf zur Schnappenkirche, die als stabiler Steinbau bereits um 1637 an Stelle einer Holzkapelle auf 1100 Meter Höhe errichtet wurde.

Hier gab es erstmals einen schönen Ausblick auf den gesamtem Chiemsee mit seinen drei Inseln. Fast eben führte anschließend der Wanderweg weiter zur Staudacher Alm. Diese urige, bewirtschaftete Almhütte liegt inmitten ausgedehnter Almflächen in einem Hochtal, das ringsum von hohen Bergen umgeben ist.

Für die Bergwanderer, die auf dieser Route aufsteigen, beginnt kurz nach der Hütte der anspruchsvollste Teil des Hochgernanstieges. In vielen Serpentinen schlängelt sich ein steiniger Bergpfad über einen steilen und mit niedrigem Gebüsch bewachsenen Hang bergauf. Erst auf einem Geländeabsatz erreichte die Gruppe wieder offenes Gelände, auf dem das Almvieh weidete und auch der Anstiegsweg war nicht mehr ganz so beschwerlich. Der nahe Gipfel war schließlich ein Ansporn, auch die letzten Höhenmeter in Angriff zu nehmen und nach einem Aufstieg von drei Stunden und 45 Minuten war die Gruppe beim Gipfelkreuz angelangt.

Es hatten sich an diesem schönen Spätsommernachmittag viele Bergfreunde auf dem Gipfel eingefunden, die die umfassende Aussicht auf den Chiemsee, das Alpenvorland und den Blick auf unzählige Berggipfel im weiten Rund ausgiebig genießen konnten. Neben dem Hauptgipfel mit dem Gipfelkreuz gibt es auf dem Hochgern, nur ein paar Meter entfernt, einen Nebengipfel mit einem Miniaturkircherl, das für die Wanderer ein beliebtes Motiv für ein Gipfelfoto darstellt.

Nach einer längeren Gipfelpause ging es an den Abstieg. Bereits nach einer halben Stunde war das Hochgernhaus (1461 m) erreicht, wo noch kurz eingekehrt wurde.

Von der Terrasse konnte man sich nochmals am Blick über das Achental hinweg auf Geigelstein (1808 m) und Kaisergebirge erfreuen, aber dann erfolgte endgültig der Rückmarsch zum Parkplatz Marquartstein, der nochmals zwei Stunden gedauert hat.

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